Heute ist die Wandertour
Nr. 53 im Rother Wanderführer geplant, dass ist der Rundweg:
Levada dos Cedros
Und das weiß der Rother Wanderführer:
„Auf der Zedernlevada
durch den Lorbeerwald. Der Rundweg auf der Levada dos Cedros ist bislang
relativ wenig begangen, einfach deshalb, weil der Ausgangspunkt Fanal ziemlich
ab vom Schuss liegt und zudem im Winterhalbjahr sehr oft in dichte Wolken gehüllt
ist. Die an der steilen Talseite der Ribeira da Janela sich durch dichten
Lorbeerwald entlangschlängelnde Levada wurde bereits im 17. Jahrhundert gebaut,
sie gehört damit zu den ältesten der Insel. Fanal ist für seine bizarren
Stinklorbeerbäume berühmt, ein pittoresker kleiner Kratersee zeugt vom
vulkanischen Erbe Madeiras.“
Nach den Erfahrungen der
letzten Tage sind wir vorsichtiger und haben uns schon mal die Ersatzwanderung in
der Küste mit ausgesucht, für den Fall es ist hier zu windig, nass oder kalt.
Wir lernen.
Aber heute nicht
notwendig! Das Wetter ist gut, momentan noch etwas windig, aber deutlich klarer
als die letzten Tage, es wird also noch wärmer. Und damit liegen wir auch
völlig richtig wie sich herausstellen sollte.
Der Anfang der Wanderung ist
das Forsthaus von Fanal. Hier geht es los. Wild romantisch, ein kurzes Stück an
der Straße entlang und dann der Einstieg in die Levada.
Diese scheint wohl nicht
immer begehbar zu sein, so jedenfalls deuten wir das Schild hier.
Zunächst geht es fast 300m
bergab über eine Holztreppe mit runden Holzbalken, werden hier Stufen
angedeutet. Nass und glitschig – wunderschön!
Dann kommen wir zur
eigentlichen Levada. Dass dies die Älteste Levada der Insel ist, sieht man ihr nicht an. Respekt! Perfekt! Herrlich. Sehr nass, die
Levada hat viel Wasser.
Tipp: Goretex Schuhe, halbhohe und wasserdichte
Wanderschuhe sind hier unbedingt zu empfehlen und notwendig! Und Wanderstöcke.
Auf dieser Tour geben die Stöcke doppelte Sicherheit auf dem oft engen,
abschüssigen und glitschigen Weg!
Abenteuerlich und
wunderschön!
Aufstieg ist dann
allerdings an der Straße entlang. Nicht so schön, aber einfacher als die
Treppen wieder hinauf.
Den
Anstieg unterbrechen wir am Aussichtspunkt mit Bank! Hier machen wir Rast und
es gibt ein zünftiges Vesper. Frisch gestärkt dann das letzte Stück.
Hier biegen wir dann aber
von der Straße ab, und kommen auf ein, wie es scheint, „schottisches Hochmoor“.
So jedenfalls sieht die Landschaft hier für uns aus. Es ist eine komplett
andere Landschaft als alles was wir bisher auf Madeira gesehen haben. Und
wieder sind wir von der Vielfalt fasziniert und überwältigt. Die Stinklorbeerbäume die hier stehen sind
wunderschön und uralt.
Es ist wunderschön hier
und wir können uns nicht sattsehen und brauchen für dieses letzte und
eigentlich sehr kurze Stück fast genau so lang, wie für die gesamte Tour
bisher. Na ja, vielleicht nicht ganz, aber doch beträchtlich lange. Und dabei
war die Levada selbst schon so außergewöhnlich schön.
Das ist die mit Abstand
schönste Wanderung bis jetzt.
Und wir brauchen mehr als
5 Stunden dafür, was nicht an der langen Strecke, sondern an den vielen Pausen
liegt.
Zurück im Hotel – erst
mal ab ins Jacuzzi. Heute mit deutlich mehr Andrang hier oben in unserer
kleinen und bislang privaten Wellnessoase.
Zwei deutsche Herren, tun
sich mit ihren Saunakenntnissen hervor. Und dem ignorieren der Hotelregeln vor allen Dingen – aber wer lesen
kann, ist klar im Vorteil heißt die Devise auch hier.
Es ist herrlich und noch
lange sonnig. Liegt an der Zeitumstellung – wir haben abends ja nun eine Stunde
länger. Und es ist eine herrliche Abendstimmung.
Wir essen in einer
Snackbar draußen in der Sonne und flanieren danach noch etwas durch den Ort.
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