Heute ist eine Auto-Tour
angesagt, um die Insel zu erkunden.
Anfang ist nun wieder rauf auf den
Berg und nach Rabacal und dann zu dem Ausgangspunkt für die Wanderung zu den 25
Quellen. Heute ist es etwas freundlicher hier oben. Trotzdem nur 5 Grad.
Am Hotel waren es schon
fast 20 Grad heute Morgen. Und Patrik packte die kurze Hose aus, und die
Birkenstocks. Na, das Birkenstocks Allwetter tauglich sind, dass wissen wir ja
bereits.
| An der Küste 20° oben 6° |
Wir stellen auch fest,
dass es doch eine Baumgrenze gibt. So ungefähr bei 1000m. Dann wächst nur noch
etwas Gras und hauptsächlich Ginster. Vereinzelt Kiefern. Und es ist deutlich rauer
hier. Und es sieht ein bisschen wie in Österreich und den Alpen aus – so von
der Landschaft her.
Am Wanderparkplatz als
Ausgangspunkt zu den 25 Quellen und noch einigen anderen Wanderungen rudelt es.
Laut Reiseführer ist dies die meist begangenste Wanderung auf Madeira mit bis
zu 400 Besuchern pro Tag. Die Tour startet auf 1400m.Es ist also immer frisch
hier oben. Wandern ist aber morgen – Montag wieder angesagt – heute geht es mit
dem Auto über die Insel.
Wir fahren über den Pass
Encumeada und dann hinunter nach Sao Vincente. Von hier aus biegen wir aber
nicht ab in Richtung Porto Moniz, sondern nehmen die entgegengesetzte Richtung
und an der Küste entlang – nach Osten.
Ponta Delgada ist der nächste
Ort. Und hier eröffnet sich uns ein ganz anderes Madeira. Das Meer ist etwas
ruhiger, so scheint es zumindest. Jedenfalls sind die Küste und der Strand
nicht so felsig. Und wir sehen sogar Surfer, was in Porto Moniz nicht möglich ist, da das Meer viel zu rau, stürmisch und sehr felsig ist.
Es gibt weitere Terrassen
und flachere Ebenen. Die Häuser sehen deutlich wohlhabender und besser aus. Es
ist auch milder hier. Wir sind begeistert. Und halten gefühlt alle 20m um
Bilder zu machen und die schöne Landschaft zu bewundern. An einer kleinen Bar,
die in der Sonne liegt – direkt gegenüber von dem Hotel „ Monte Mar Palace
Hotel“ in Ponta Delgada, machen wir halt und erfreuen uns an dem regen Treiben
und an unseren Mitmenschen, in der Bar. Die Bar heißt „Seven’s Bar“. Die
Aussicht ist nicht ganz so toll, aber dafür die Menschenstudie, die wir hier
betreiben können.
| Für gute Bilder ist kein Wagnis zu groß |
An einem engen Küstensträßchen
tasten wir uns dann weiter vor, und sind von diesem wieder ganz anderen Madeira
fasziniert.
So viele Gegensätze auf
so kleinem Fleck – auch die Wetterverhältnisse, es wechselt so schnell, von
Sonne auf Wolken, von warm auf kühler – unglaublich.
Und Höhenmeter! Höhenmeter!
Auf der Strecke zwischen
Ponta Delgada und Santana kaufen wir bei einem Bauern, an der Straße etwas
Obst. Und was es hier für Obst gibt. Hier gibt es Obstsorten von denen haben
wir noch nie etwas gehört oder gesehen, geschweige denn probiert. Oder wer
kennt:
Zuckerapfel, Bananenmaracuja,
oder Tomatenmaracujas? Wir jetzt schon! Wahre Gaumenfreuden!
Von hier immer weiter und
dann über den nächsten Pass und nach Funchal – also wieder auf die andere Seite
der Insel – die Südseite. Über den Pass Faial nach Sao Roque do Faial über
Riberio Frio und Poiso (1413m) Neues Ziel: Ponta de Sol.
Der Weg über den Pass führt
uns durch ein Waldstück, oder besser gesagt, was noch davon übrig ist. Es war
mal ein großes Waldgebiet, aber 2013 fiel es einem Feuer zum Opfer. Und diese
Schäden sind noch heute deutlich zu sehen. Und man sieht auch, wie nah dieses
Feuer an die Hauptstadt Funchal herankam – beängstigend.
Hier im Süden der Insel
ist das Klima deutlich milder. Und die Dörfer und Orte kleben irgendwie
aneinander, es geht von einem Ort /Dorf scheinbar übergangslos in das Nächste.
Porto do Sol soll eine
sehr schöne Altstadt haben und daher haben wir uns diesen Ort als Ziel
vorgenommen. Und ja, er ist schön – aber auch super mini klein. 5 min und man
ist zu Fuß am Meer, durch 2 Straßenzüge - dass war's. Ist nicht der Rede wert.
Und wir stellen fest, der Süden ist nicht so ganz unser Ding. Der Norden von
West nach Ost gefällt uns deutlich besser. Okay, es ist später Nachmittag und
langsam stellt sich Hunger bei uns ein, und wir sind schon den ganzen Tag
unterwegs.
Trotzdem hier hält es uns
nicht und wir wollen auch nicht an der kleinen Küstenstraße weiter fahren und über
den Süden zurück und nach Porto Moniz. Nein, wir nehmen den schnellen und
direkten Weg – einmal quer über die Insel nach Sao Vincente, durch den Tunnel
und zurück nach Porto Moniz.
Na, nicht ganz einen
Abstecher nach Seixal machen wir doch noch. Hier soll es zwei schöne und gute
Restaurants geben. Das Restaurant Solmar ist dann unsere Wahl. Hier essen wir
schwarzen Degenfisch mit Banane und Reis mit Napfschnecken. Super lecker!
Damit haben wir dann alle
kulinarischen Highlights, und „must have’s“ der
Insel einmal probiert. Und es lohnt sich!
Die Gewürze
Madeira’s: Knoblauch, Knoblauch,
Knoblauch, Butter, Salz und Petersilie
Aber damit lässt sich
offensichtlich sehr gut und erstaunlich abwechslungsreich kochen!
Manchmal habe ich das Gefühl
ich werde wieder als Knoblauchzehe nach Hause zurückkommen.
Insgesamt können wir für
uns festhalten der Norden der Insel gefällt uns besser! Aber das unsere
Meinung. Jemand anderes kann hier ja auch einen ganz anderen Eindruck haben.
Gott sei Dank sind wir Menschen ja verschieden. Sonst wollten wir alle ja immer
das Gleiche! Gell!
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